Unser Trainer Dominik Ruth stellt sich den Fragen zur aktuellen Situation der ersten Mannschaft. 

 

 

Hallo Dominik, bittere Wochen für den SC Wyhl. Nach einem hervorragendem Saisonstart und zeitweise Platz eins, jetzt nur ein Punkt in den letzten fünf Partien und das teilweise Trotz einer Führung. Das schmeckt keinem Trainer und mit Sicherheit auch keinem Spieler. Woran liegt es momentan und wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

 

Hallo David, wir geben dir absolut Recht, so etwas schmeckt weder Trainer noch Mannschaft. Es ist sehr schade, dass unsere Formkurve nach dem tollen Start so nach unten zeigt. Gegen Waldkirch kann man verlieren, aber die Niederlagen gegen St. Georgen und den FFC 2 haben schon arg weh getan. In beiden Spielen hätten wir uns mit Punkten belohnen müssen. Trotz allem ist die Stimmung in der Mannschaft sehr gut und wir glauben fest daran, dass wir den Negativtrend bald beenden werden.

 

 

Man hat ja nahezu alle verletzten Spieler wieder an Bord und ist sich der Qualität und dem Potential der Mannschaft bewusst. Teilweise hatte man das Gefühl, dass den Spielern zum Ende der Begegnungen die Kraft fehlt.

 

Das stimmt nicht ganz - gerade in der Defensive haben wir in den letzten Wochen stark umbauen müssen. Aber das solldefinitiv keine Ausrede sein. Wir haben einen guten Kader der über sehr viel Potenzial verfügt. Gerade deswegen sind wir auf fest davon überzeugt, dass wir wieder punkten werden. In dem ein oder anderen Spiel hat uns leider gerade am Ende das Glück gefehlt. Der Kopfball von Manu Binder gegen den FFC springt auf die Latte und im Gegenzug bekommst du das 3:2. Das hätte auch anders ausgehen können. Glück muss man sich erarbeiten und das machen wir aktuell. Wir arbeiten gut und glauben alle fest an die 3 Punkte gegen Emmendingen.

 

 

Letztes Wochenende ein 0:0 in Rheinfelden gegen einen "Tabellennachbarn". Wie war das Spiel? Punktgewinn oder eher zwei Punkte verloren?

 

Wir sind besser in die Partie gekommen und hatten gleich zu Beginn drei richtig gute Möglichkeiten. In der zweiten Halbzeit hatte Rheinfelden mehr vom Spiel. Unter dem Strich sind wir mit dem Punkt zufrieden und froh, nach 4 Niederlagen endlich wieder gepunktet zu haben. Jetzt wollen wir eine neue Serie starten und diese Phase hinter uns lassen.

 

 

Bereits diesen Freitag kommt der FC Emmendingen ins Fehrenwert. Euch trennen 5 Plätze aber nur zwei Punkte, also wieder ein sehr wichtiges Spiel. Die drei Punkte bleiben in Wyhl weil......

 

Wir diese Woche sehr gut gearbeitet haben, die Mannschaft konzentriert und engagiert ins Spiel gehen wird und wir wissen, zu was wir in der Lage sind wenn 11 Freunde auf dem Platz stehen die füreinander rennen und fighten.

 

Dominik, vielen Dank für deine Zeit und viel Erfolg für das Spiel gegen FCE.


Interview mit dem Rückkehrer vom SV Endingen Andi Futterer.

 

Hallo Andi,

Schön dass wir dich wieder im Schwarz-Gelben Dress im Fehrenwert spielen sehen ;) Nach einem Jahr in der Verbandsliga beim SV Endingen bist du wieder zu deinem Heimatverein zurückgekehrt. Wie war die Zeit beim SVE und was war der ausschlaggebende Grund für deine Rückkehr?

 

Hallo David,

Ich wurde in Endingen sehr gut aufgenommen und es hat auch richtig Spaß gemacht mit der Truppe. Anfangs lief es auch sehr gut auch für mich persönlich, aber dann haben mich Verletzungen immer wieder zurück geworfen, so das ich letztendlich nur auf 10 Saisonspielen in der Verbandsliga kam.

Der ausschlaggebende Grund war dann aber letztendlich das die Freizeit immer weniger wurde und einiges auf der Strecke blieb.

Gleichzeitig kam auch dazu, dass das Trainer-Team und ich recht gut befreundet sind und mir einfach die komplett „schwarz-gelbe“ Bande gefehlt hat!

 

16 Punkte nach acht Spieltagen und zwischenzeitlich sogar Tabellenführer. Der Saisonstart ist mehr als geglückt und die Abgänge wurden super kompensiert. Die Mischung in der Mannschaft scheint zu stimmen?

 

Ja, absolut! Ich finde dass dieses Jahr die Mischung zwischen älteren und jungen Spieler perfekt passt und bisher sehr gut harmoniert.

Es ist einfach schön wie der Zusammenhalt wieder ein Stück weit gewachsen ist und das Miteinander wieder richtig greift. Denn das ist es was den SC Wyhl auszeichnet und schon immer stark gemacht hat.

 

In der Landesliga konnte sich bisher keine Mannschaft wirklich absetzen.Waldkirch, Wyhl, Elzach, Stegen und der FFC II bilden die Spitzengruppe dicht gefolgt vom FC Emmendingen. Wer wird deiner Meinung nach am Ende ganz oben stehen und wo landet der SCW?

Ich glaube dass sich Stegen und Elzach bis zum Schluss um die ersten beiden Plätze streiten werden und sich letztendlich der FSV durchsetzen wird. Sie haben eine junge hungrige Truppe zusammen, die punktuell Jahr für Jahr verstärkt wurde.

Für uns wird es wichtig sein das wir so schnell wie möglich die 40 Punkte Marke knacken und danach sehen wir weiter. Aber ich bin guter Dinge, wenn mal alle Mann an Board sind, wir vieles erreichen können.

 

Zuletzt eine knappe Niederlage in Waldkirch die euch mit Sicherheit nicht zurückwirft. Warum bleiben die drei Punkte am Wochenende gegen St. Georgen im Fehrenwert?

Wir haben leider in Waldkirch die komplette erste Hälfte, die wir sogar von Minute eins ab in Überzahl spielten verpennt. Die zweite Hälfte hat aber dann gezeigt, das wir auch gegen den Verbandsliga  Absteiger und Meisterschaftskandidat mithalten können.

St. Georgen verliert in Wyhl.....weil wir einfach die bessere Truppe zusammen haben und wir uns derzeit in einer guten Form befinden und wir es der Liga beweisen wollen, dass wir zurecht da oben mit mischen!

 

Andi, danke für deine Zeit und viel Erfolg für’s Wochenende gegen St. Georgen sowie für den Rest der Saison.


Sören Oberkirch kam vor der Saison vom SV Kenzingen zum SC Wyhl
Sören Oberkirch kam vor der Saison vom SV Kenzingen zum SC Wyhl

Interview mit Sören Oberkirch

 

Hallo Sören,

du bist einer der drei Wyhler Rückkehrer in dieser Saison was uns natürlich sehr freut. Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung dich wieder deinem Heimatverein anzuschließen?

 

Naja da gab es einige Faktoren, in Wyhl gibt es zwei super Trainer, eine geile Mannschaft und ein großartiges Umfeld. Außerdem möchte ich als Spieler das Bestmögliche für mich erreichen und mich in der Landesliga weiterentwickeln.

 

Du bist bereits in der Jugend vom SC Wyhl zum SV Endingen gewechselt. Was waren deine sonstigen Stationen?

 

In der Jugend spielte ich für den SC Kiechlinsbergen, welcher Teil der Spielgemeinschaft Kiechlingsbergen, Königschaffhausen und Endingen ist. Anschließend führte mein Weg 3 Jahre zum SV Kenzingen, mit dem ich letztes Jahr den Aufstieg in die Bezirksliga feiern durfte. Nun beginnt für mich eine neue Herausforderung hier in Wyhl.

 

Die Vorbereitung ist vorbei und die ersten fünf Saisonspiele sind gespielt. Hast du dich gut in der Mannschaft eingefunden bzw. wurdest du gut aufgenommen?

 

Ja die Mannschaft und auch das Umfeld des Vereines haben mich super aufgenommen und ich fühl mich bisher richtig wohl.

 

Du bist vom SV Kenzingen aus der Kreisliga zum SC Wyhl in die Landesliga gekommen. Wie groß war der Sprung und wie groß ist der Leistungsunterschied?

 

Es gibt einige Unterschiede: Das Spiel ist schneller, intensiver und auch die Qualität der einzelnen Spieler ist besser - das muss man schon sagen. Jedoch glaube ich, dass der Sprung nicht mehr so groß ist wie vor einigen Jahren. Auch die Qualität in den Kreisligen ist durch viele erfahrenen Spieler, von den man einiges lernen kann, stark gewachsen.

 

Am 7.10. kommt es zum „Oberkirch Duell“ im Fehrenwert gegen den FC Freiburg St. Georgen…

Auf so ein Spiel freut man sich mit Sicherheit besonders. Tauschst du dich gelegentlich mit deinem Bruder Oli aus?

 

Ja klar spricht man mit seinem Bruder über Fussball - das ist der Sport den wir lieben. Jedoch geht es uns weniger um dieses Spiel – bei uns wird mehr über Familiäres oder den nächsten Urlaub gesprochen, wenn es doch mal um Fussball geht dann über Bayern München - unsere Lieblingsmannschaft. Zum Ligaspiel muss ich sagen, dass ich mich extrem darauf freue. Nach 3 gemeinsamen Jahren wird es das erste Duell gegen ihn sein, hoffentlich mit positivem Ergebnis für uns :)

 

Die Tabelle liest sich aktuell gut. 10 Punkte nach 5 Spielen und Platz drei. Wie schätzt du die Landesliga insgesamt ein und wo landet der SCW am Ende der Saison?

 

Der Start in die neue Saison war super, an diese Leistung müssen wir anknüpfen und weiterhin 100 % geben oder sogar mehr. Zur Landesliga kann ich leider nicht so viel sagen, da Ich die anderen Mannschaften nicht gut kenne. Auch bei der Endplatzierung will ich keinen festen Platz anstreben, jedoch glaube ich, dass wir eine überragende Truppe haben und die Qualität haben, eine richtig gute Runde zu Spielen und für einige Überraschungen zu sorgen.

 

Sören, danke für deine Zeit und viel Erfolg für das kommende Heimspiel gegen Kirchzarten und natürlich für den Rest der Saison.


Interview mit Jens Ritter

 

Hallo Jens,

du bist in deinem zweiten Jahr bei den Aktiven mit dabei. In deiner ersten Saison hast du 10 Tore erzielt, in dieser sind es auch schon wieder deren 7. Du hast dich sehr schnell etabliert und gehörst zum Stamm der ersten Mannschaft. Bist du selbst etwas überrascht, dass es so schnell ging?

Was heißt überrascht... ich bin einfach sehr froh, dass ich bei der 1. Mannschaft dabei sein darf und mit dem ein oder anderen Tor helfen kann. Es ist ein tolles Team, indem es sehr viel Spaß macht und durch den großen Zusammenhalt fällt die Etablierung natürlich wesentlich einfacher.

 

Letzte Woche gegen den FC Emmendingen konntet ihr drei nicht unbedingt erwartete Punkte mitbringen. Auch du konntest dich wieder in die Torschützenliste eintragen. Ein verdienter Sieg?

Zwar war es wahrscheinlich für Außenstehende ein eher etwas unerwarteter Sieg, allerdings haben uns Ben und Domi auf nichts anderes eingestellt, als beim FCE drei Punkte zu holen. Wir haben uns im Training sehr gut darauf vorbereitet und hatten kein anderes Ziel vor Augen als den Sieg mitzunehmen. Vor allem durch eine „bärenstarke“ zweite Halbzeit sind wir meiner Meinung nach völlig verdient als Derbysieger nach Hause gefahren. Einen eigenen Treffer bei so einem wichtigen Spiel, ist natürlich immer etwas Besonderes.

 

Man hört immer wieder, dass du der Stimmungsmacher in der Manschaft bist, immer einen lustigen Spruch auf Lager hast und im Sportheim oft den Ton angibst. Stimmt das?

Das kann ich sicherlich nicht leugnen :P Ich finde die dritte Halbzeit gehört einfach dazu. Diese gemeinsamen Abende im Sportheim oder anderen diversen Party Locations stärken den Zusammenhalt des Teams und sind immer wieder eine geile Sache.

 

Als echtes Wyhler Eigengewächs hast du fast alle Jugendmannschaften durchlaufen und kennst den Verein sehr gut. Was kannst du den zukünftigen Jugendspielern, die in den nächsten Jahre zu den Aktiven stoßen, mitgeben, damit sie den Sprung genau so gut meistern wie du?

Ich habe sehr viel meinen Kollegen zu verdanken, die mich sehr gut aufgenommen und auch das ein oder andere Mal mitgerissen haben, um diesen Absprung gut zu meistern. Jedoch gehört auch viel Disziplin, Engagement und das Akzeptieren von persönlich negativen Entscheidungen dazu. Gerade am Anfang ist es nicht einfach die persönlichen Interessen hinter die der Mannschaft zu stellen, auf der Bank zu sitzen oder auf einer Position eingesetzt zu werden, die man nicht so gern spielt. Wenn das alles stimmt, machen es einem die Coaches und das Team leicht, mit ihnen erfolgreich Fußball zu spielen.

 

Danke für deine Zeit Jens. Dir persönlich weiterhin viel Erfolg, viele Tore und für das wichtige Spiel gegen Laufenburg natürlich einen Sieg.


Interview mit unserem Captain Sebastian Ritter

Hallo Sebi,

 

als frischgebackener Familienvater gratulieren wir dir und Lisa natürlich nochmal recht herzlich zum Nachwuchs und freuen uns, dass du etwas für die Nachwachsabteilung des SC Wyhl beigetragen hast J Trotz der anstrengenden Zeit hast du nur wenige Trainingseinheiten verpasst… wo nimmst du die Power her…?

 

Hallo Domi, Lisa und ich haben uns riesig über die vielen Glückwünsche und Geschenke innerhalb des Vereins gefreut und wollen auf diesem Weg auch nochmal ein großes Dankeschön aussprechen.

  

Die Familie ist natürlich das Wichtigste und auch der Beruf ist sehr wichtig für mich. Trotzdem nutze ich den Fußball als positiven Ausgleich. Wenn ich auf dem Platz stehe, sei es im Training oder während des Spiels, dann zählt nichts anderes.

 

Fußball ist für mich eine absolute Lebenseinstellung.So lange es mir noch so viel Freude bereitet wie bisher und der Ehrgeiz mich weiterhin so packt wird das auch so bleiben.

 

 

Du spielst seit 7 Jahren für den SC Wyhl und hast uns vor einigen Tagen deine Zusage für die kommende Runde gegeben, was alle wahnsinnig freut. Was war der Ausschlag…?

 

Ja, wie schnell die Zeit vergeht. Kaum zu glauben aber es freut mich sehr, dass ich im Sommer mit dem SC Wyhl schon in die 8.Saison gehe J

Mir war es sehr wichtig als Kapitän des Teams jetzt ein Zeichen zu setzen, um auch zu signalisieren, dass unsere Mannschaft keinesfalls auseinanderbrechen wird.

In diesem Team steckt sehr viel Potenzial, gerade bei den Jungen Spielern.

Für mich ist klar, dass der ein oder andere im nächsten Jahr einen riesen Schritt nach vorne machen wird.

Besonders freut mich, dass unter den bereits zugesagten Spielern auch einige meiner ,,alten Weggefährten“ wie z.B. Frederik Leber, Manuel Binder, Daniel Meyer uvm. sind. Ich bin mir sicher, es werden in den nächsten Tagen noch weitere dazu stoßen. Außerdem hat mich die bisherige super Arbeit des Trainerteams und die klare Zielsetzung der Vereinsführung sehr überzeugt.

 

 

Als Kapitän und Führungsspieler schauen viele Spieler zu dir auf… du bist Vorbild und ein ganz wichtiger Baustein des Teams. Wie siehst du deine Rolle im Team und den Zusammenhalt zwischen den „jungen“ und „älteren“ Spielern…?

 

Als einer von mehreren Führungsspielern muss ich ganz klar in allen Bereichen als Vorbild fungieren. Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst. Es ist mir auch wichtig, dass jeder im Team weiß, dass ich immer ein offenes Ohr für ihn habe, gerade auch bei Themen die nicht nur den Fußball betreffen.

Der Zusammenhalt zwischen den verschiedenen Altersgruppen sehe ich bei uns als sehr positiv an. Wir älteren Spieler sind dazu verpflichtet die Jungen heranzuführen.

Wichtig hierbei ist, das die jüngeren Spieler von der Erfahrung der älteren gebrauch machen und von ihnen lernen wollen.

Ebenso wichtig ist natürlich auch das die ältere Generation die jungen Spieler integriert und akzeptiert, denn sie sind schließlich die Zukunft des Vereins. Die Zeiten und Ansichten junger Menschen ändern sich einfach - das war auch früher schon so. Ich denke der Schlüssel um Erfolg zu haben liegt im Geben und Nehmen beider Generationen und das bekommen wir momentan sehr gut hin.

Auch außerhalb des Platzes ist es schön zusehen, wenn wir gemeinsam mit der zweiten und dritten Mannschaft die Events und Aktivitäten unseres Vereins mit tatkräftigen Helfern unterstützen können. Das ist nicht überall üblich.

 

 

Nach dem den ersten 3 Spielen stehen 4 Punkte auf dem Konto. Was sind deine sportlichen Ziele für die Rückrunde und wo siehst du den SC Wyhl am Rundenende…?

Das oberste Ziel ist nach wie vor der Klasssenerhalt.

Hierfür müssen wir natürlich unsere Hausaufgaben machen und jeder einzelne den Fußball in den Vordergrund stellen. In den nächsten Wochen werden wir uns mit den Top- Teams aus der oberen Tabellenregion messen, das wird sehr spannend.

Den SCWyhl sehe ich am Rundenende… in der LandesligaJ

 

 

Wieso gewinnen wir am Samstag unser Heimspiel gegen den FSV Stegen?

Weil wir wieder eine super Trainigswoche hinter uns haben und nach dem ,,Ausrutscher“ in Efringen-Kirchen noch etwas gut zu machen ist.

Außerdem konnte der FSV Stegen in Wyhl fast noch nie Punkten.

 

 

Sebi, vielen Dank für deine Antworten. Wir alle freuen uns auf ein weiteres Jahr mit dir an unserer Seite und hoffen, dass du uns noch ganz lange erhalten bleibst… 

Interview mit Dominik Ruth, Trainer der ersten Mannschaft

 

Hallo Dominik.

Wie lief die Vorbereitung, bist du insgesamt zufrieden?

Hallo David, unter dem Strich können wir mit der Vorbereitung zufrieden sein. Dank des Kunstrasenplatzes musste kein einziges Training witterungsbedingt abgesagt werden. Zudem hat sich kein Spieler über die Vorbereitung verletzt. Das ist sehr positiv. Dass wir mit dem Kappenabend und der Fasnacht zu kämpfen haben, ist bei uns in Wyhl ja ganz normal ;-)

 

Letztes Wochende ging es für euch mit dem ersten Pflichtspiel gegen den Tabellenletzten FC Zell endlich wieder los. Ein wichtiges Spiel in vielerlei Hinsicht. Nach einer 4:0 Führung wurde es gegen Ende der Begegnung nochmal spannend, dazu noch eine rote Karte für Michael Erb. Was war los?

Ich weiß bis heute nicht richtig was los war. Fakt ist, dass wir sehr konzentriert ins Spiel gegangen sind und nach dem 2:0 durch Simon alles im Griff hatten. Das 4:1 war ein Elfmeter und das 4:2 der erste richtige Torschuss von Zell im ganzen Spiel. Zum Elfmeter und der roten Karte in der 89. Minute möchte ich nichts sagen - sonst muss ich im Nachhinein wieder eine Strafe zahlen J  wir haben 3 Punkte mit nach Hause genommen. Das war extrem wichtig für die Moral und ein weiterer Schritt Richtung Klassenerhalt, das zählt.

 

Die ersten elf Spieltage warst du noch als Co-Trainer tätig, jetzt bildest du mit Ben ein Trainerduo. Hat sich dadurch für dich etwas wesentliches verändert und wie ist die Zusammenarbeit mit Ben?

Die Zusammenarbeit mit Ben könnte nicht besser sein. Wir sind die besten Freunde und haben eigentlich jeden Tag Kontakt. Wir bereiten jedes Training vor und sprechen die Schwerpunkte und Aufgaben ab. Im Grunde hat sich für mich persönlich nicht viel geändert, so haben Chris und ich das schon gemacht. Ben achtet sehr auf Disziplin, Taktik und Laufwege, da ist hatten wir noch einiges Potenzial nach oben.

 

Vor deiner Trainerlaufbahn im aktiven Bereich warst du als Jugentrainer beim SC Wyhl tätig. Wo sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede der beiden Bereiche als Trainer?

Ganz klar das Spieltempo und die spielerisch-taktischen Anforderungen. In der A-Jugend haben wir in der Kreisliga gespielt, hauptsächlich gegen „kleine“ Vereine hier bei uns in der Region. In der Landesliga spielst du gegen richig gute Mannschaften. Das Spiel ist schneller und Fehler werden sofort bestraft. Der Sprung ist für die Jungs sehr groß. Deshalb freue ich mich immer wieder, wenn ich sehe, wie viele der Jungs den Sprung schaffen.

 

Winterneuzugänge gibt es keine. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen des alten Jahres gezeigt welches Potential in ihr steckt. Die Personaldecke war in der Hinrunde das ein oder andere Mal recht dünn, so dass einige Spieler reaktiviert werden mussten. Wie schätzt du den Kader ein?

Doch, wir haben einen Neuzugang, Gilles. Er ist in der Winterpause von Bötzingen zu uns gewechselt. Von seiner Erfahrung können wir alle profitieren, vor allem die jungen Spieler. Ansonsten hoffe ich, dass wir alle verletzungsfrei bleiben, dann haben wir was die personelle Situation angeht sicher keine Probleme. Falls es doch wieder eng werden sollte, stehen Thorsten, Hambi oder Chris in den Starlöchern, was wir sehr zu schätzen wissen. 

 

Noch ist der Klassenerhalt nicht geschafft auch wenn die Leistungen und die Ergebnisse in den letzen Spielen stimmten. Deshalb auch an dich die Frage: Sehen wir den SCW auch nächstes Jahr in der Landesliga?

Ich bin sehr zuversichtlich. Unser größtes Ziel ist es weiterhin in der Landesliga zu spielen. Wenn sich die Truppe weiter so reinhängt und Gas gibt, haben wir bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Dominik, danke für deine Zeit und viel Erfolg für das Spiel am Wochenende gegen den VFR Hausen


Interview mit Kevin Futterer

Hallo Kevin,

 

du bist vor der Runde zusammen mit deinem Bruder Norman vom SV Endingen zu uns nach Wyhl gewechselt. Wie habt ihr euch eingelebt?

Wir haben uns sehr gut eingelebt hier in Wyhl. Die meisten Spieler sind gute Kollegen von uns, deshalb ist es uns sehr leicht gefallen. Die Mannschaft ist eine coole Truppe und wir freuen uns für den SC Wyhl zu kicken.

 

Was gefällt dir beim SC Wyhl am besten?

Das Gesamtpaket, die Mannschaft, Trainer und Leute um den Verein herum. Spieler und Trainer sind sehr hilfsbereit und unterstützen so gut es geht, nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz – das finde ich sehr positiv. Ich freue mich wirklich auf die kommende Zeit beim SC Wyhl.

 

Als Zwillinge hat man viele Gemeinsamkeiten. Wie kann man euch auseinanderhalten?

Einige können uns am Aussehen unterscheiden, für viele ist das schwierig. Natürlich kann man uns auch an den Positionen und Rückennummern unterscheiden. Ich spiele eher Offensiv und mein Bruder Norman in der Defensive.

Vor eurer Zeit beim SV Endingen habt ihr in der Jugend beim FC Freiburg gespielt. Bei welchen Vereinen wart ihr noch aktiv?

Bevor wir in der C-Jugend nach Freiburg gewechselt sind, haben wir in der Jugend bei unserem Heimatverein SV Forchheim gespielt. Ende der A-Jugend sind wir dann zum SV Endingen gewechselt und jetzt spielen wir hier in Wyhl.

 

Nach der Hinrunde kann ein erstes Fazit gezogen werden. Wie ist deine Meinung zur Hinrunde?

Vor der Saison hatten wir ganz viel vor, doch dann ist es leider anders gekommen, was niemand gedacht hätte. Während der Runde haben wir uns zum Ziel gesetzt, so schnell wie möglich da unten raus zu kommen. Wir haben die Kurve bekommen und uns durch sehr gute Leistungen in den letzten Wochen der Hinrunde ans Mittelfeld herangekämpft. Aufgrund der zuletzt gezeigten Spiele sehe ich die Hinrunde unter dem Strich als sehr positiv.
 
Bei dir steht Angang Februar eine Operation an, was ist passiert?

Anfang September habe ich gegen den FC Zell einen Schlag auf das rechte Knie bekommen, mir aber nichts dabei gedacht. Gegen Hausen habe ich mir einen Muskelfaserriss zugezogen und musste lang pausieren. Als  ich wieder trainieren wollte, hatte ich starke Knieprobleme bis ich Mitte November mein Knie nicht mehr strecken konnte. Das MRT hat ergeben, dass ich mir den Meniskus gerissen habe und operiert werden muss.

 

Was sind deine Ziele für die Rückrunde…? 

Mein erstes Ziel ist es, so schnell wie möglich wieder fit zu werden um wieder spielen zu können und der Mannschaft zu helfen. Ich möchte unbedingt noch Einsätze in der Rückrunde haben. Für die Mannschaft wünsche ich mir, dass wir da weitermachen wo wir gegen Ende der Hinrunde aufgehört haben, um am Ende noch besser in der Tabelle zu stehen als jetzt. Das sind meine Ziele und da glaube ich auch fest daran.

 

Kevin, vielen Dank für deine Antworten. Wir freuen uns alle sehr, dass ihr ein Teil der Mannschaft seid. Für deine anstehende Operation wünschen wir dir natürlich alles Gute, ein schnelle Genesung und hoffen, dass deine Ziele für die Rückrunde in Erfüllung gehen. 

 


Interview mit unserem Trainer Benjamin Rohrer.

„Es ist ein schönes Gefühl wenn man der Mannschaft weiterhelfen kann.“

Hallo Benjamin.

 

Nach einem gelungen Start in deine Trainerkarriere beim SCW mit einem Sieg und einer überzeugenden Leistung gegen den FV Herbolzheim folgten zwei Niederlagen. In den letzten vier Spielen konntet ihr 10 Punkte holen. Eine ordentliche Ausbeute. Wie lautet dein Fazit der ersten Wochen in deiner noch jungen Trainerkarriere?

Hallo David. Wenn man sieht, dass wir nach 9 Spielen mit 5 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz standen und wir jetzt 3 Punkte von der Abstiegzone entfernt sind und uns auf Platz 11 hochgearbeitet haben bin ich sehr stolz darauf, was die Mannschaft geleistet hat. Von daher bin ich sehr glücklich über das Erreichte. Allerdings haben wir alle sehr hart für diesen Erfolg gearbeitet und wir müssen auch diszipliniert weitermachen, damit auch weitere Punkte folgen.

 

Lörrach-Brombach maschiert vorneweg, dahinter ist noch alles offen, im Abstiegskampf ist auch noch alles offen. Wie siehst du die Landesliga II und wer ist dein Meisterfavorit?

Auf Grund der aktuellen Tabellensituation ist Lörrach-Brombach der absolute Favorit. Auch das Auftreten der Lörracher in den engen und ekligen Spielen ist beeindruckend. Dahinter wird auf Grund der Qualität im Kader Kirchzarten das Rennen um Platz 2 machen. Ansonsten scheint die Liga recht ausgeglichen. An einem guten Tag, kann jeder jeden schlagen. Das sieht man an unserem Sieg gegen Au-Wittnau, oder am Unentschieden von Laufenburg in Lörrach. Allerdings sieht man in der Spielanlage deutliche Unterschiede. Von taktisch weit entwickelten Teams, oder Mannschaften, die hauptsächlich über ihre körperliche Präsenz kommen ist alles dabei.

 

Du und Dominik bildet ein Trainerduo. Wie läuft die Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit läuft hervorragend. Domi ist extrem engagiert und möchte in jeder Einheit sowohl sich als auch die Jungs besser machen. Zudem hat er einen super Draht zu den Spielern, die auch zu ihm kommen, wenn sie mal etwas auf dem Herzen haben. Zudem sind wir ja seit Jahren befreundet und kennen uns sehr gut. Das macht die Zusammenarbeit mehr als angenehm.

 

Du warst ja schon als Spieler sowie als Co-Trainer für den SC Wyhl aktiv. Was ist das für ein Gefühl nun selbst an der Linie zu stehen und verantwortlich für das Team zu sein?

Es ist ein schönes Gefühl wenn man der Mannschaft weiterhelfen kann. Domi und ich wollen den Jungs einfach helfen sich weiterzuentwickeln und besser zu werden. Da ist toll zu sehen, was bereits nach wenigen Einheiten bewegt werden konnte. Klar ist immer eine gewisse Anspannung mit dabei, diese ist allerdings auch notwendig, damit man Top-Leistungen bringen kann. Wenn jemand emotionslos auf den Sportplatz läuft ist er definitiv am falschen Platz.

 

In einer schwierigen Phase der Saison hast du Christian Ganter als Trainer abgelöst. Einige haben sich verwundert die Augen gerieben als er wieder als Spieler auf dem Platz stand. Funktioniert dieses Zusammenspiel Trainer Rohrer – Spieler Ganter?

Chris hat sich auf Grund der personellen Engpässe selbst gemeldet und angeboten zu helfen. Von uns wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, ihn in dieser Situation aktiv anzusprechen. Vor dieser Identifikation mit dem Verein und der Hilfsbereitschaft für das Team habe ich größten Respekt. Er hat uns in dieser Situation sehr weitergeholfen, da sportlich keine Alternativen vorhanden waren. Wir sind Chris sehr dankbar dafür und ich persönlich schätze ihn als Mensch unheimlich.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen mich auch bei Spielern wie Thorsten Schwab und Frank Hambrecht zu bedanken, die in dieser schwierigen Sitaution einfach da waren und geholfen haben. Genau wie Chris haben sie die persönlichen Belange einfach mal hinten an gestellt, um dem Team zu helfen. Das ist großartig.

 

Momentan „surft“ ihr auf einer Erfolgswelle, dennoch belegt ihr im Moment den 11. Tabellenplatz und seid drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Eine ungewohnte und schwierige Situation für viele Spieler. Wie gehen die Spieler mit der Situation um und wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Nach 3 Siegen in Folge ist die Stimmung natürlich überaus gut. Im Fusball spielen neben der Taktik und den körperlichen Fähigkeiten die Psychologie eine immer größere Rolle. Da es direkt im ersten Spiel mit einem Sieg geklappt hat und die Spieler in den kommenden Spielen gesehen haben, dass viele Dinge funktionieren, die wir ihnen zeigen, haben sie zu mehr selbstvertrauen gefunden. Das war mit entscheidend. Nach 9 Spielen und nur 5 Punkten fragt sich jeder Einzelne, ob er gut genug ist. Heute wissen sie, dass sie es sind. Domi und ich sind davon überzeugt, dass die Jungs die Qualität für die Landesliga haben. Das zeigen jetzt auch die Ergebnisse. Es stehen schließlich mehr oder weniger dieselben Spieler auf dem Platz wie zuvor.

 

Ein Durchschnittsalter von 24,5 Jahren zeigt, dass die Mannschaft noch sehr jung ist. Potential und Talent ist definitiv vorhanden. Wie schätzt du den Kader hinsichtlich Qualität, Breite und Alter/Erfahrung ein? Wird man auf dem Wintertransfermarkt aktiv?

Wir haben in der Tat ein sehr junges Team. Deshalb wird es sicherlich auch Leistungsschwankungen geben. Das ist normal. Das bedeutet aber auch, dass die Jungs noch einiges lernen und sich weiterentwickeln können. Es fehlt sicherlich dem ein oder anderen an Erfahrung. Allerdings haben wir auch richtig abgezockte Spieler wie Sebastian Ritter, Freddy Leber, Manu Binder, Daniel Meyer oder Stefan Mamier in unseren Reihen, von denen sich die jungen Spieler schon im Training einiges abschauen können. Unser Kader könnte sicherlich noch 2-3 zusätzliche Spieler vertragen. Allerdings werden zur Rückrunde einige Urlauber und Verletzte zurückkehren. Damit entspannt sich die Situation auch wieder etwas.
Zum Thema Transfer ist es natürlich im Winter immer schwierig. Ein Spieler sollte grundsätzlich erst einmal ins Team passen, sich 100%ig identifizieren und dann die Mannschaft auch verstärken. Diese Punkte machen eine Verpflichtung auch in der Sommerpause sehr schwierig. Für uns ist wichtig, dass wir mit unserem Team arbeiten und es weiterentwickelt können. Wir haben eine gute Jugendarbeit auf die wir in den nächsten Jahren bauen können. Von daher werden wir keine Spieler holen, nur damit wir einen 24-Mann-Kader haben. Das ist für den SC Wyhl nicht zielführend.

 

Einige Verletzte Spieler und einige Spieler die beruflich bedingt nicht zur Verfügung stehen. Ist es absehbar dass wir den ein oder anderen Spieler in der Rückrunde wieder auf dem Platz sehen?

Wir werden auf jeden Fall einige Spieler wieder auf dem Platz sehen. Darauf freue ich mich schon sehr. Leider nicht alle, da wir auch den ein oder anderen Langzeitverletzten haben, der voraussichtlich erst für die nächste Runde wieder zur Verfügung stehen wird.

 

Letzte Frage: Noch ein Spiel in diesem Jahr, eine Wintervorbereitung und danach drei Monate für den Klassenerhalt. Sehen wir den SCW auch nächstes Jahr in der Landesliga?

Ich bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Voraussetzung dafür ist die Disziplin, die Leidenschaft und der Wille, den wir in den letzten Wochen an den Tag gelegt haben. Über konzentrierten, einfachen Fußball zum Erfolg. Das wird der Weg sein, der die Mannschaft geht.